Samstag 18.5.2013

 

Morgens Wetterbericht und Sicht-Beurteilung. Deutliche 5 Bft mit Gewitterwarnung und Boe bis 7 Bft. Stunde gewartet. Wetterbericht wurde nicht besser. Entscheidung: Hafentag.

 

Am frühen Nachmittag haben wir nochmal das Dorf besucht, um in einer Kneipe den letzten BL-Spieltag zu schauen. War richtig spannend. Hoffenheim gewinnt in Dortmund. Nicht zu glauben. Augsburg rettet sich, was am ehesten zu erwarten war.

 

 

 

 

Freitag 17.5.2013

 

Wecker 4.30.

Wir wollen das ablaufende Wasser aus der Ems mitnehmen.

Wetter ist unsicher. Wetterberichte ändert sich ständig. Donnerstag 21.05 auf DLF (MW 1269) heisst es Wind 3 bis 5 Bft aus NW, ostdrehend und abschwächend.

 

Tagesziel ist Borkum wegen der unsicheren Wetterlage.

 

Ablegen 5.30.

Hafenkanal Richtung Ems unter Maschine. Gegen 6.00 Uhr Fock und Besan gesetzt. Hart am Wind – kommt mit ca. 10 Ktn aus WNW – geht parallel zur Fahrrinne. 7.12 Tonne 42. 7.45 Tonne 39. Es geht gut voran. Im Wasser machen wir so was um 4 Ktn – mein Speedmesser ist immer noch defekt – und über Grund (Plotter) liegen wir bei ca. 6 Ktn im Schnitt.

Gegen 8.00 müssen wir die Segel wegnehmen, weil der zu haltende Kurs leicht nach NW verspringt und wir genau gegenan müssen. Also Maschine. Speed über Grund bleibt bei um die 6 Ktn. Um 9.27 erreichen wir die grüne Tonne, die den Hafenkanal Borkum kennzeichnet.

Im Kanal sofort ganz ruhiges Wasser und wir machen das Schiff zum Anlegen klar. 9.50 machen wir am langen Steiger im Osten fest und liegen mit dem Bug genau nach Nord.

22.4 sm, davon ca 12 sm unter Maschine.

 

Im Laufe des Tages bestätigt sich der Wetterbericht bez. Wind. Dreht auf NW aber schläft fast ein. Angesagten Gewitter bleiben aus.

Wenn man die Entwicklung so gewußt hätte – ergab sich aus den Wetterberichten am Morgen nicht – hätte man gleich nach Norderney durchgehen können. Aber hätte und wäre……

 

Warten wir es ab, wie es weitergeht, denn die Wetterlage bleibt unsicher.

 

 

Um 11.45 mit Bus nach Borkum in den Ort. Kein Strömungsatlas von der Dt. Bucht zu bekommen. Törnführer Nordsee auch nicht. Also nächste Insel………….

 

Nach dem „Stadtbesuch“ – uns ist beiden etwas schlecht auf dem nicht schaukelnden Land – gegen 14.00 wieder am Schiff. Frikandell spezial, Kölsch und dann in die Koje bis gegen 18.00

 

Abendplanung: Dusche, Hafenkaffee auf ein Bier und dann früh in die Kiste.

 

Planung morgen:

Ablegen gegen 7.30. Ablaufendes Wasser nutzen bis wir nach Osten eindrehen können (Borkumer Riff reicht weit in die Nordsee hinaus) und dann auf raumen Wind hoffen.

Davon hängt die Zeit ab, die für für die 43 sm brauchen. Der Schnitt von 6 Ktn. Wie heute wird nicht häufig zu wiederholen sein.

 

 

 

 

 

Donnerstag 16.5.2013

Wetter macht sich. Von der Sonne wach geworden................

Im Cockpit ohne. Kuchenbude - ertsmalig!!!! - gefrühstückt.

Dann Kartenarbeit.

Es gibt 2 Alternativen

a) außen an Borkum vorbei und dann nach Osten bis Norderney

oder

b) durch das sog. Memmert-Fahrwasser durchs Watt. Das geht ab 2 Std. vor HW.

Dann wären es nur um die 6 Std.  bis Norderney. Aussen rum sicher 12 bis 14.

 

Wir werden sehen.

 

Wetter wird stabiler. Wind weniger; na gut, aber jetzt so wenig???

Fr. 2-3 aus W, Sa 0-2 aus SSW, So 3 aus NE und Mo 3-4 umlaufend.

 

Oliver ist gegen 19.00 hier. Wir werden uns gemeinsam entscheiden, wenn er sich ein Bild von der Lage gemacht hat.

 

 

 

 

Mittwoch 15.5.2013

Nächster Ruhetag. Motto: Warten auf Oli.

 

Immer noch Aprilwetter mit heftigsten Böen und Sonne mit fast Flaute.

Kein Wetter für die Nordseeroute................

 

Kleinere Arbeiten am Schiff erledigt.  

 

 

 

 

Dienstag 14.5.2013

Früh auf und in Ruhe gefrühstückt.

 

Dann im Dorf gewesen und Material geholt.

 

Grossfall gewechselt. Ölwechsel gemacht.

 

Wetter war abwechselnd sonnig und dann wieder ein heftiger Guss. Wie April. Auch das Wetter ist 4 Wochen zurück.

 

Um 16.00 kamen dann Andrea und Bernhard zu Besuch.

Leider hier im Hafen mal schnell eine Stunde seglen unmöglich, weil aus dem Hafen erstmal ein Kanal von 5 sm zu bewältigen ist, ehe es unter Segel ginge.

Stattdessen viel erzählt und dann Abendessen in einem Hotel am Hafen.

 

Vielleicht können wir uns in Kühlungsborn nochmal treffen und dann mit Segeln.

 

Natürlich mit Bernhard einen getrunken. Morgens deshalb bis 9.00 geschlafen. Toll wenn man nicht mehr arbeiten muss.

 

Das Mitbringsel.

 

 

 

Montag 13.5.2013

Die Nacht hat es tierisch gegossen.

In der Achterkajüte ist noch nicht alles dicht, aber es tropft nicht mehr so stark von der Decke. Macht aber nix; ist ja nur Lagerraum.

 

Montag morgen dann um 10.30 abgelegt, vollgetankt und Additiv dazu und dann los.

Die Brückenmittagpause in Groningen vor der A-Brug verbracht. Nach 13.00  keinen Funkkontakt bekommen. Dann einfach abgelegt und vor die Brücke gestellt. Ewig gewartet....

Plötzlich Handbedienung; war wohl was defekt, aber keine Info über Funk...... ich konnte hören; die mich bestimmt auch, aber.......

Danach hat man sich aber sehr bemüht, mich zügig durchzulassen (immerhin noch 7 Brücken). Ging mit dem Modell Amsterdam. Zwei Wärter wechseln sich ab und fahren Fahrrad. Geht also auch tagsüber (vgl. Nachtfahrt durch Amsterdam).

Gegen 15.00 dann Groningen durch und auf den Emskanal. Breit und gerade. Autopilot geht, aber es zieht sich. 25 km geradeaus und nur zwei Brücken. Nix los hier oben.

Es gehen mir 2 Alternativen durch den Kopf:

a) langweilig, Geruch von Gülle, keinerlei Bebauung

und

b) tolle Einsamkeit, faszinierende Landschaft, Kühe und Schafe rechts und links, raues Nordholland.

Irgendwie stimmt beides.

 

In Delfzijl dann gleich durch die grosse See-Schleusen und Hafenmeister angerufen. Möchte wieder einen Stegplatz.

Passt alles prima. 16,30 pro Tag. Wasser, Strom, Dusche, alles frei. Finde ich günstig.

 

Dann noch gegen 20.00 Stunde durchs Dorf (ist nicht viel größer). Tote Hose. Kein Mensch. Viele (Läden und Häuser) te koop.

 

Früh im Bett. ziemlich platt.

 

 

 

Sonntag 12.5.2013

Heute den ersten Ruhetag eingelegt, weil ich die Elektrik reparieren muss.

 

Hafenmeiterin hatte eine Telefonnummer (Reint Kool) und ich habe trotz Sonntag gegen 12.00 einfach probiert. Termin für Montag um 9.30 bekommen.

 

Anruf von Reint gegen 17.00 Uhr: "Hast Du was zu essen und zu trinken? würde dann jetzt kommen, habe Zeit". Unfassbar. Ich spare einen Tag!!

 

Die Analyse ergab, dass drei Massekabel losgerappelt waren. Ich war also mit den beiden Erdekabel in Dokkum tatsächlich auf dem richtigen Weg. Nach der Verkabelung hat er dann noch die gesamte Elektrik durchgemessen und für alles ok gegeben. Der Schalter für den Plotter geht nicht wegen Absicherung aus, sondern ist mechanisch bedingt. Es spricht also nichts gegen "kleben"

 

Danach gemeinsames Abendessen und Gaffelkölsch.

 

 

Das ist mein Delfin. Schaut mal bei "Bilder"