8.8.13



Die Hanse Sail wirft ihr Schatten voraus.



Als wir gegen 8.30 in Warnemünde ablegen liegt ein großer
russischer Traditionssegler am Steg.



Sieht echt russisch aus. Segeln nur notdürftig
zusammengelegt. Achterkajüte schon von außen als Rumpelkammer (wie bei mir)
erkennbar. Werde wohl die Nationalflagge wechseln müssen…..



 



Als wir die Fahrrinne Rostock queren, wir eine riesige
Bagger- oder Bohrplattform in den Hafen geschleppt. Kaum zu glauben, dass sowas
schwimmt. Begleitet wird der Konvoi von 2 Feuerwehrschiffen.



Hinter der Fahrrinne dann Vollzeug gesetzt. Gross auch erstmals
ohne Reff 1. Wir sind ja zu zweit.



Die erste Stunde läuft es ganz gut. So um 3 Ktn. Dann läßt
der Wind nach und wir fahren ca. 1 Stunde unter Maschine, ehe der Wind mit ca.
10 Ktn wiederkommt. Wir müssen gegenan kreuzen, aber es läuft ganz gut, weil
wir recht gute Winkel fahren können. Bei Heiligendamm nimmt der Wind dann
kräftig zu auf 5 bis 6 Bft. Welle baut sich langsam auf und es wird sportlich.



Dann auf Höhe Kühlungsborn nochmal einen Schlag raus bis
etwa auf Höhe West-Kühlungsborn, weil ich Oli den Ort von See zeigen möchte.
Dann gehen wir auf Vorwind – etwas blödes Manöver, weil ich den Besan zu spät
löse und ein Abfallen damit selbst verhindere….. Als wir dann vor dem Wind
sind, nimmt die Woolloomooloo sofort kräftig Fahrt auf (ca. 7 Ktn) und wir sind
ganz schnell wieder auf Hafenhöhe, wo wir dann kurz nach 14.00 in den Wind
gehen und die Segeln bergen. Gegen 14.15 sind wir dann im Hafen fest. Meine Box
ist auch frei, so dass alles glatt geht. 16,6 sm in gut 5 Stunden. Für einen
Schlag mit Flautenloch nicht so übel.



Im Hafen immer noch starker Wind aus SW zu spüren.



Wir räumen gründlich auf, machen in der Achterkajüte ein
Bett fertig und gehen gegen 18.00 Uhr duschen. Danach zu Fuß durch den Ort
(Landungsbrücke, Grenzmahnmal usw.). Dann ab ins Brauhaus und – weil richtig
Kohldampf – Haxe bestellt. War mehr als genug. Danach dann zum Schiff zurück.



Telefonisch noch die Probleme mit dem Haus in Donrath
besprochen und dann früh zu Bett, weil Oli gegen 7.00 los will.



 



War sehr schön, mal wieder ein paar Tage mit
„Familienanschluss“ zu segeln.



 



Morgen geht’s zur Hanse Sail nach Rostock. Windaussichten 3
bis 4 leicht abnehmend aus West bis Südwest. Wird sicher mit der alten Welle
eine schöne Schaukelei, aber ich will die Möglichkeit des Liegeplatzes direkt
gegenüber des Stadthafens nutzen. Sonntag soll es dann zurück nach Kühlungsborn
gehen und am Dienstag kommt dann 
Christian aus Hamburg. Törnplanung 
für die Zeit ab Mittwoch steht noch nicht. Machen ich dann windabhängig.
Schöne wäre Dänemark/Schweden. Wir schauen mal.



 

7.8.13

6.30 aufstehen. Wetter: 3 bis 4 Bft aus NNW, später auf NO drehend und zunehmend auf 5.

Ideal für den Schlag nach Warnemünde.

Hafengeld bezahlt und um 7.15 abgelegt. 8.00 Segeln gesetzt (Vollzeug) bei 8 Knt Wind aus N. Fahrwasser Darßer Ort verlassen und an der grünen Tonne Richtung NO eingedreht. Tonne Darßer Ort Ost gegen 8.45 passiert. Komisch: Heute mehr als 30 Minuten für eine Strecke, die wir gestern Morgen in 10 Minuten gemacht haben......

 

Dann über die Tonne hinausgelaufen um Raum zu haben und die Tonne Darßer Ort West ohne Kreuz ansteuern zu können. Peilung hat genau gepasst und gegen 9.20 haben wir die Tonne - etwas geschnibbelt - auf der falschen Seite passiert. Können wir uns aber erlauben, da wir ja reviererfahren sind........:-))

 

Dann auf SW abgefallen und mit etwas mehr als halbem Wind parallel zur Küste gesegelt. Wind wurde ganz langsam immer weniger. Mehr als 2,5 bis 3,0 Knt Fahrt nicht drin, aber immerhin.Gegen 12.00 war der Wind dann so schwach, dass die Segeln durch die Welle von der Seite nur noch geschlagen haben. Deshalb 12.40 Fock weg und Maschine an. 4,0 Ktn Marschfahrt. Dann nach ein paar Minuten auch Besan und Gross runter. Ging ohne Aufschiesser.....so wenig Wind.......

Lange mit Oli am Bug gesessen und Füsse ins Wasser. Hat den Frust über den fehlenden Wind - Frust nur bei mir! - ganz schnell abgebaut.

Kurz nach 14.00 Delphin gesichtet. Mein erster in der Ostsee. Werde ich der Zentralstelle melden, denn die Tiere werden registriert, weil man aufgrund der Rückmeldungen eine Populationsberechnung vornehmen will.

Gegen 14.30 wieder etwas Wind (6 bis 8 Ktn). Deshalb Fock raus und wir liefen wieder knapp drei Knt. Wind dreht leicht auf NO, so dass wir ihn immer achterlicher in der Ansteuerung von Warnemünde hatten. Gegen 17.00 waren wir dann im Hafen an Steg R fest.

Oli hat - wieder - gekocht: Nudeln mit Phantasiesosse aus Grillfackeln. Sehr lecker.

Er umsorgt mich ganz toll. Werde ohne ihn bestimmt verhungern und verdursten.....

 

Morgen bei vermutlich schlechtem Wetter zurück nach Kühlungsborn. Morgen Abend dann Haxe essen und Freitag muss Oli schon wieder weg....:-((

 

 

 

 

6.8.13

Üblicher Anlauf des Tages und gegen 7.30 abgelegt bei pechschwarzerm Himmel aus SW.

Wind war wie vorhergesagt bei 4 bis 5, so dass wir das mitnehmen wollten.

Unmittelbar nach der Hafenausfahrt kam dann der Hammer. Schlagartig mehr als 30 Ktn von achtern. Hatten nur die Fock oben und der Kahn flog mit weit mehr als 6 Knt (nur unter Fock!!) Richtung Ansteuerungstonne.

Dann auf Halbwind eingedreht Richtung Tonne Darßer Ort West. Bei Halbwind war Schiff nicht einfach zu halten. Und als uns dann 2 Segler, die 30 Minuten vor uns raus sind, entgegenkamen, haben wir entschieden, auch umzudrehen.

Gegen 9.30 waren wir im Hafen zurück und kaum lagen wir, brach der Himmer auf und der SW pendelte sich bei 4 bis 5 ein......... shit happens.

Gegen 10.30 nochmal über ablegen nachgedacht, aber wir hätten die ganze Strecke aufkreuzen müssen und wären dann sicher nicht vor 22 Uhr in Warnemünde gewesen.

 

Stattdessen Hafentag genutzt, um Darßer Ort zu erkunden. Naturschutzgebiet durchwandert, Leuchturm besucht und Strand erkundet. Tolle und beeindruckende Gegend. Hier war ich sicher nicht zum letzten mal.

 

Zu allem Überfluß habe ich Olis Geburtstag vergessen. Erst als Regina anrief während der Wanderung rieselte mir der Kalk aus dem Gebälk - wie peinlich.

 

Abends von Chefkoch Oli Salat, Bratwurst mit selbstgemachter Currysoße (mangels Curry mit Jalapenos und Zwiebeln verfeinert) und frisch aufgebackenem Baguett serviert bekommen. Wieder sehr lecker. Bei dem Sterne-Koch nehme ich jetzt endlich nicht mehr ab.......:-)).  

 

Abends hatten wir dann das Glück, die Hirsche vom Draßer Ost zu sehen. Weit weg zwar und mit Fernglas, aber immerhin.

 

Trotz der Segelpause ein sehr schöner Tag.

 

Morgen geht es aber auf jeden Fall wieder Richtung Westen. Ist ja nur Nothafen und unsere Rückkehr wurde eher geduldet als begrüßt. Man darf definitiv nur eine Nacht liegen.

 

Hier der Hafen aus der Luft. Man sieht sehr schön, wie schmal die Hafeneinfahrt ist.

Der nördlich von der Fahrrinne gelegene Teil ist ein Naturpark den man nicht betreten kann. Hier leben große Hirsche, die man vom Hafen aus beobachten kann.

Natur pur!!! Dafür nehme ich gerne abends ein paar Mücken in Kauf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.8.13

Morgens 6.00 Wecken, Kaffeewasser machen und Wetterbericht hören.

3 Bft aus SO (Süd-Ost; Oli sagt, meine Abkürzungen versteht man nicht....); spter aus NO drehend.

Wegepunkte in den Plotter und dann um 7.30 los. Bis ca. 13.00 Uhr parallel zur Küste nach Nordost und dann kam der Winddreher und wir mussten kreuzen.

Leuchtturm Darßer Ost hatten wir um die Zeit querab. Gegen 15.30 dann nach 6 Kreuzschlägen Tonne Darßer Ort West erreicht und auf Halbwindkurs nach Osten abgefallen. Tonner Darßer Ort Ost dann gegen 16.00 und dann auf Vorwind Richtung Hafeneinfahrt Darßer Ort parallel zum gelb betonnten Darßer Riff (Naturschutzgebiet).

Grüne Ansteuerungstonne trotz tiefstehender Sonne von vorne gefunden und Richtung Hafen eingedreht.

Hier jketzt in die erst vor wenigen Tagen wieder augebaggerte Fahrrinne eingebogen. Voraus 2 "schwarze" Tonnen, die sch nach Passieren als rot zu erkennen gegeben haben. Toll. Nur zufällig an der richtigen Seite passiert. Die Fahrrinne ist hier ca. 25 m breit und rechts und links stehen Möven knöcheltief im Wasser. Ganz was Neues und echt spannend (beim ersten mal).

Toller Naturhafen mit Kopfsteg und Hecktonnen zum Festmachen. Auch ne Premiere, aber da wir zu zweit waren, kein Problem.

Gegen 17.30 lagen wir fest.

 

Jede Menge Mücken. Ich Raucher: Kein Problem. Oli süß: Gross Problem.

Aber die Mücken werden von den berühmten springenden Fischen vom Draßer Ort gefressen. Im Ernst: Massen von Fischen, die ca. 2 m unter der Wasseroberfläche stehen und die Mücken in blitzartiger Geschwnindigkeit von der Wasseroberfläche wegfangen, um dann sofort wieder abzutauchen. Die Möwen scheinen das zu wissen, denn sie machen keine Anstalten, die Fische zu fangen.

Es handelt sich um einen Leichpatz für den Döbel und sieht faszinierend aus. Das Wasser scheint für Minuten zu kochen.

Diese Fischart sammelt sich hier zu tausenden zum Ablaichen. Wenn man das sieht, kann man nachvollziehen, dass sich viele Umweltschützer um dieses Gebiet sorgen. Diese Bemerkung sei erlaubt, auch wenn ich es für absolut wichtig halte, hier einen Nothafen zu haben, denn die Strecke Warnemünde - Barhöft ist im Grunde nicht an einem Tag zu machen.

 

Abendessen: Salat, Kartoffelgratin und die guten Aldi-Steaks.

Früh in der Kiste, denn der Tag war lang.

 

 

 

 

4.8.13

Freitag Abend um 22.00 Uhr in Kühlungsborn angekommen.

Pokalspiel von Oli wurde abgesagt; daher schon gegen 16.00 Uhr in Lohmar weg.

ADAC sagt: "das schlimmste Stauwochenende". Alles Quatsch. Bahn war eher leer. Nur vor Bremen Stau, weil es von drei auf eine Spur ging. Baustelleneinrichtung, weil vielleicht Montag morgen ein Bautrupp kommt. Die spinnen alle. Liest man ja immer wieder, dass Baustellen eingerichtet werden weit bevor die Arbeiten anfangen.............

Egal - gut durchgekommen!

 

Morgens gegen 9.00 Uhr mit dem Ziel Darßer Ort raus. Wenig Wind. Erst so um 8 Ktn, dann 5 und dann 3. Ging nicht viel.

In der Flaute dann Spi-Manöver gefahren. Riesengebrassel...........am Schluß stand der Spi mit Fahrt unter Maschine rückwärts um 3 Ktn............. wie gesagt: kein Wind.

 

Sind dann nach Warnemünde gegangen.

Schöner Platz, gute Dusche, lecker Essen (Oli hat gekocht) und Bier, Rotwein und quatschen. Schöner Abend.

Und jetzt Homepage, weil hier Internet...............und Oli schläft. Studenten brauchen viel Schlaf........

Morgen Darßer Ort. Von hier 22 sm.........zur Not unter Maschine, aber es soll bis zu 4 Bft geben. Zwar Ost, aber egal, Hauptsache Wind.

Wir werden sehen.

 

 

 

 

2.8.13

Die Woche habe ich mit 2 tollen Feiern in Bonn überraschend gut überstanden. Dienstag hat Uli seinen Ausstand aus Leben gegeben - da sind Uli, Karlheinz, Willi und ich ein wenig versackt - und am Donnerstag war das 40-jährige von Michael. Eine tolle Fete und ich bin sehr froh, dass ich teilnehmen konnte.

 

Samstag Morgen kommt Oli nach Lohmar, macht für Regina den Laden, weil sie auf einer Messe ist, fährt dann nach dem Laden nach Aachen zurück zum Fussball und ich hole ihn dann dort ab und von Aachen gehts dann nach Kühlungsborn.

Sonntag morgen müssen wir dann entscheiden, welche Tour wir machen.

Seewetterdienst Hamburg sagt 3 bis 4 aus SW für die nächste Woche und Windfinder bestätigt die Bft-Zahlen aber gib andere Richtungen an.

Wir werden sehen. Ich freue mich jedenfalls, dass wir zu zweit sind und ein paar Langschläge machen können. Altrernativen sind via Rügen, die Lübecker Bucht oder das südliche Dänemark. Der Wind erlaubt das alles.

 

Nach dem 13.8. sieht es inzwischen mit Mitseglern ganz gut aus. Zwar hat sich aus meinem Freundeskreis bisher niemand konkret festlegen können - die Armen müssen alle noch schaffen - aber ich habe drei vielversprechende Kontakte über Seglerforen bekommen.

Über einen Kontakt bekomme ich vielleicht sogar einen Liegeplatz in Rostock während der HanseSail.......... das wär schon was.

 

 

Das ist mein Delfin. Schaut mal bei "Bilder"