19.8.13

Von Roenne nach Hammerhavn

Endlich mal Ausschlafen; dann Brille kaputt aber im Ort reparieren lassen.

 

Heute wollen wir die Küste nach Norden hoch. Häfen im Abstand von 5 sm aber reine Sommerhäfen. Bei Westwind um die 4 liegt man angeblich fest, da viel Schwell auf den Molen steht. Vermutlich gehen wir nach Vang; ist noch der sicherste Hafen, wenn es weht. Um die Nordspitze rum wird vermutlich nicht machbar sein, weil wir erst am Mittag loswollen.

 

Kam ganz anders.

Sind gegen 13.30 los und Liegen jetzt – seit 15.30 – in Hammerhavn. Der nördlichste Hafen von Bornholm. Ein wunderschöner Naturhafen. So mit das beste, was ich je gesehen habe als Liegeplatz.
Tipp von Hafenmeister im Güllehafen von Rönne. Der Tipp war Klasse. Von hier
kann man – zumindest wenn man auf die Anhöhe geht – Schweden sehen.

Der Hafen ist umsäumt von steilen Granitfelsen und bewaldeten Hängen. Im Süden steht hoch über dem Hafen ein alte Burg. Die angeblich größte Burgruine Nordeuropas. Wir werden sie morgen anschauen gehen.

Und danach geht es weiter – oder wir bleiben noch einen Abend. Wir werden sehen.

 

 

 

 

 

 

18.8.13

Von Lohme nach Rönne auf Bornholm

Echt langer Schlag; 6.00 Uhr los; guter Wind aus S (10 bis 15 Ktn); Speed unter Vollzeug immer so um 4,5 bis 5,0 Ktn. In der Spitze auch mal über 6. In Köln sagt man „lief wie Schmitz Katze“. Später Kurslinie (51 Grad) nicht ganz zu halten. Deshalb einen Schlag von 60 Minuten als Kreuz vor dem Wind um Raum zu holen. Vor der Halse dann eine
Wolkenwalze hinter dem Schiff. Sah irre, aber auch bedrohlich aus. Gross und
Besan zügig weggenommen; die Wolke hatte aber letzlich nur einen Bö in sich,
die auch nicht heftig war. Dann Regen und kein Wind mehr. Unter Maschine knapp
zwei Stunden in den Hafen Rönne auf Bornholm. Sieht – auch bei schlechter Sicht
- vom Wasser wie eine Industriestadt aus. Nicht schön.

 

Fest um 17.20; 53 sm in fast 12 Stunden bei guten Bedingungen. War richtig weit und anstregend.

 

Hafengeld 180 DK; so um die 25€. Mit Dusche und Internet völlig ok.

Hafen war auch ok, aber der Hammer kommt: Morgens wurde Gülle vor dem
Hafenbecken verklappt und zog wegen Westwind durch den Hafen – unmöglich. Diese
Sauerei steht in keinem Führer.

 

 

 

 

 

 

 

17.8.13

Von Vitte nach Lohme auf Rügen; 32 sm in 9 Stunden)

Morgens um 7.45 abgelegt und zur Tankstelle nach Vitte in den Stadthafen. Der Tankwart war ähnlich kundenorientiert wie der Hafenmeister. Außer der Kohle hat ihn wenig interessiert. Anlegen war schwierig, weil man über Eck festmachen musste. Vorne lag ein alter Zweimaster, so dass für uns zu wenig Platz war und der Anleger für die Fähren rechtwinklig abging. Deshalb hingen wir da etwas blöd. Ging aber.

Kommentar des Tankwartes zu dem schlechten Liegen: "Den Grünen hat meine Chefin dahingelegt". Das üblich "ich hab mit nix was zu tun......"

78 Liter (incl. ein Ersatzkanister) getankt.

 

8.15 dann raus durch das Fahrwasser und Richtung Lohme.

Am Ende des Fahrwassers dann bei sonnigem Wetter Vollzeug gesetzt und bei 7 bis 9 Ktn Wind Richtung Kap Ankona nahe unter der Küste gesegelt. Sehr interessante
Steilküste. Zwischendurch kam dann die Polizei im Schlauchboot nach unserem
Start- und Zielort fragen. Routinekontrolle. Aber interessant. Küstenwache-Schfiff
läßt extra wegen uns das Beiboot ins Wasser.......

Hinter dem Kap dann in die große Bucht Richtung Lohme. Auch hier wieder Maschine wegen Windmangel ab ca. 14.00 Uhr. Gegen 17.30 waren wir fest in Lohme.

Ein toller Hafen an einer Steilküste. Das Dorf hoch oben mit Treppen zu erreichen. Gift für meine Knie, aber natürlich bin ich hoch.

Total verschlafenes Nest in das sich Touristen eher verirren müssen. Haben aber einige geschafft.

In Lohme sehr netter und hilfsbereiter Hafenmeister. Toller Liegeplatz.

Wir haben noch etwas eingekauft und hatten ansonsten einen entspannten Nachmittag.

 

Abends noch eine völlig überforderte Chartercrew beim Anlegen beobachtet, Das Schiff wollte irgendwie nicht in die Box, bis dann jemand übernahm, der es konnte.

 

 

 

 

 

 

 

16.8.13

Von Darsser Ort nach Vitte auf Hiddensee

Am Morgen um 7.30 abgelegt und nach Norden Richtung Hiddensee. 8.00 Uhr Segel (Vollzeug) gesetzt und bei ca 7 Ktn Wind mit ca. 3 Ktn Speed auf Kurs 70 Grad Richtung Hiddensee gegangen. Erst vorbei an der Küste von Zingst und weiter nach Norden. Gegen 9.00 beginnt sich die Sonne durch die hochnebelartigen Wolken durchzusetzen. Wind nimmt leicht zu und wir laufen bei Halbwind gute 3,5 Ktn.
Recht langweilige Küste. Sowohl Zingst als auch Hiddensee sind flach und haben lange Sandstrände.

Gegen 12.00 Uhr glaube ich, bereits Kap Ankona auszumachen. Später zeigt sich aber, dass es sich um das Nordende von Hiddensee handelt. Wegen Windmangel am Nachmittag dann um 14.30 Maschine und um das Kap. Danach in das schmale Boddenfahrwasser nach Süden, dann ein Stück nach Westen und dann wieder Norden um kurz vor Vitte erneut nach Westen zu gehen. Unmittelbar vor dem Stadthafen dann nocheinmal rechts abbiegen. Betonnung nun nicht mehr im Platter oder Karte, aber gut zu sehen. Vorerst.....

Bei der Ansteuerung fast festgefahren, weil Betonnung hier nicht mehr eindeutig war. Eine grüne Tonne hatte einen roten Boden. Wie wir unterwegs auf 16 gehört haben, hatte sich schon einer festgefahren…… ist bei uns aber noch gut gegangen, weil der Tiefenalarm mich gewarnt hat.

Interessant: Direkt neben der Fahrrinne standen Kinder im knietiefen Wasser.......

Um 17.30 liegen wir mit dem Bug am Steg. Achtern zwei Dalben. Ohne Wind und zu zweit sind die Dalbenhäfen nurn kein Problem mehr. 21,2 sm in 10 Stunden.

 

Vitte ist idyllisch gelegen, aber völlig überteuert. 28 € plus 2 € Duschen. Und der Hafenmeister macht keinen Hehl daraus, dass er von der Lage lebt – Privathafen eben. Zu der irreführenden Tonne sagte er nur, dass sich da schon mal jemand festfährt, aber er hilft dann raus. Wie wir im Hafen später gehört haben, gegen 50€. Irgendwie gefällt das nicht ohne dass ich irgendetwas unterstelle………

Jedenfalls gehe ich - falls ich hier nochmal festmache, nach Kloster. Der Hafen liegt nur wenig hundert Meter weiter im Norden.

 

 

 

 

 

 

15.8.13

Von Kühlungsborn nach Darsser Ort

 

Um 7.30 Uhr los Richtung Darsser Ort. Vollzeug. Achterlicher Wind mit ca. 10 Ktn; Speed knapp unter 4 Ktn. Gegen 12.30 Wind unter 4 Ktn und Maschine an mit Kurs 54 Grad. 14.00 Uhr kommt ein Winddreher auf NNW und der Wind frischt leicht auf ca. 7 Ktn auf. Also Maschine wieder aus. und mit Fahrt 2,5 bis 3 Ktn. Wind dreht dann auf N und nimmt wieder ab. Ab 14.45 dann unter Maschine mit Marschfahrt von 5 Ktn auf Kurs 38 Grad Richtung Hafen. Im Darsser Ort sind wir um 17.30 an der Heckboje ganz links fest.

Fazit: Langer Schlag (38 sm in 10 Stunden) vorbei an Warnemünde und Fischland. Keine besonderen Vorkommnisse. Ruhige Segelei bei wenig Wind und später - ca. Höhe Leuchtturm Darsser Ort Maschine, weil das übliche Nachmittags-Windloch kommt..

Diese Strecker ist ja schon Programm (mit Oli am 5.8. gemacht).

 

Christian hat aber abends im Darsser Ort einen Fischer angesrpochen, der 2 tolle Barsche für 5 € abgegeben hat. Sollten dann in Vitte ein köstliches Abendessen werden,.

 

 

 

 

 

 

 

14.8.13

Eingeweht in Kühlungsborn.................

Ich habe entschieden, dass wir heute nicht rausgehen, nachdem ich 5 auslaufende Schiffe (3 waren nach 15 Minuten wieder im Hafen) beobachtet habe. Ist für Christian natürlich blöd, ober ich bin auch jetzt zu zweit vorsichtig. Man kann das beherrschen, muss sich dem aber nicht ohne Not aussetzen. Materialschonung geht vor.  

Die See hat noch mehr Schaumkämme als gestern. Schade, aber der Wetterbericht sagt eine gute Entwicklung voraus: Wetterberuhigung, Mi 5 bis 6, Do bis Sa dann 4 bis 5

Das sollte machbar sein.

 

Wir haben überlegt, Richtung Rügen zu gehen und dann zu schauen, ob wir den Schlag nach Bornholm wagen und dann über Schweden und Dänemark bis 30.8. wieder in Kühlungsborn sind. Das ist zwar nicht ohne, scheint uns aber machbar. 2 Windtage sind da noch einkalkuliert.

 

 

 

 

 

13.8.13

Christian - Segellehrer aus Hamburg - kommt gegen Mittag mit seiner Mutter an, die ihn nach Kühlungsborn gefahren hat..

Gegen Abend gehen wir trotz 6 Bft in Böen 7 noch kurz vor den Hafen aufs Wasser, damit Christian das Schiff kennenlernen kann. Er steuert meine alte Dame ganz souverän durch die Wellen, die nochmal zugelegt haben seit Samstag. Wir segeln nur unter Fock hart am Wind mit 7 Ktn. Für mein Gefühl zuviel Belastung auf dem Material. Machbar, aber nicht mehr "materialschonendes" Segeln.

Wetterbericht für morgen: Böen bis 8.

Schaun wir mal, ob wir bis Warnemünde kommen. Das wäre achterlicher Wind.

Wenn die Bedingungen so bleiben, gehen wir sicher nicht raus.

 

 

 

Das ist mein Delfin. Schaut mal bei "Bilder"