Montag 29.6.2015

 

Am frühen Morgen bin ich gegen 3.00 Uhr nach Rostock aufgebrochen.

Ich bin überraschend gut durchgekommen und war gegen 10.30 Uhr am Schiff in der Neptun-Marina in Gehlsdorf. Hatte für 10.00 Uhr einen Termin mit dem Elektriker (Andreas Rachow), den ich dann aber auf 11.00 verschoben habe. Ich habe einen Fachmann gebraucht, denn der Windgenerator läuft nur ganz langsam und produziert dabei max 5 bis 6 Volt, was nicht reicht, um die Betterie zu laden. Der Fehler ist schon seit vorigem Sommer da und ich hatte vermutet, dass es mit den Kabeln oder Anschlüssen zu tun hat. In meiner Abwesenheit hat er aber schon alles durchgemessen und kam zum Ergebnis, dass es nur der Start/Stop-Schalter oder der Genarator selbst sein kann. Er hat dann alles nochmal durchgemessen und wegen zu wenig Wind mussten wir dann kurz zur Werft fahren und er ist mit dem Kran oben an den Mast gegangen, um den Generator zu checken. Sobald er von Hand angeschoben wurde, kam unten auch mehr Laderenergie an, aber der Venti fiel danach sofort wieder auf die kleine Drehzahl zurück – als ob er gebremst würde.

Vermutung: Es kann nur am Generator selbst liegen. Habe dann bei Georg Seifert in Duisburg angerufen. Seine Frau hat Schaltpläne per Mail geschickt. Das fand ich toll, weil es auch sehr schnell ging, hat aber leider nicht geholfen. Wir haben dann beschlossen, dass der Generator reklamiert werden muss. Georg ist informiert und hat zugesagt, eine kulante Lösung zu finden, auch wenn die Gewährleistungsfristen schon verstrichen sind. Schaun wir mal.

Wenn des Schiff für den Winter fertiggemacht wird, kommt der Venti runter und dann wir er eingeschickt.

 

Als ich dann wieder im Hafen lag, habe in Ruhe und bei sehr gutem Wetter alles eingeräumt, was ich noch mitgenommen hatte. Für den frühen Abend haben sich dann Hannes und Karola angesagt.

Wir haben dann auf dem Steg gegrillt und uns mächtig angestrengt, die Gaffel-Vorräte zu vernichten. Haben wir aber nur teilweise geschafft.

 

 

 

Dienstag, 30.6.15

(Gehlsdorf – Warnemünde; 7 sm unter Maschine; wolkenlos bei ca 28 Grad)

Morgens habe ich bei Hannes und Karola im Wohnmobil gefrühstückt, dann sind die zwei Richtung Stettiner Haff aufgebrochen. Ich habe dann noch den Dieselfilter gereinigt und tatsächlich alles wieder zusammenbekommen – natürlich nachdem erst die Dichtung schief saß und alles vollgesuppt hat…………den Impeller habe ich noch nicht gewechselt; habe beschlossen, dass er die Saison noch machen muss. Hoffe mal, dass alles gut geht.

Dann bin ich gegen 14.30 los Richtung Warnemünde, um Heinz-Gerd aufzunehmen. Wir haben dort den Treffpunkt vereinbart, nachdem ich von Frank Schubert erfahren habe, dass auf dem Parkplatz am Hafen an den Autos rumgefummelt wird. Ich habe meinen Wagen daher auf den Hof bei Frank gestellt.

In Warnemünde habe ich dann wie vom Hafenmeister zugesagt, am Kopfsteg A festgemacht. Heinz Gerd war schon da und wir haben dann erstmal bei Gluthitze ein Begrüßungsbier genommen. Danach dann zum Hafenmeister und die Sachen aus dem Auto geholt.

Abend habe ich dann gekocht – Hüftsteaks, frisches Gemüse und Baguett. Dazu Rotwein, den Heinz Gerd mitgebracht hatte. Sehr lecker der Rotwein…..

 

 

Mittwoch 1.7.2015

(Warnemünde – Kühlungsborn; 15 sm unter Segel; 3-4 Bft NO, später starke Thermik mit 5 Bft aus Nord; wolkenlos bei fast 30 Grad)

Zuerst sind wir nach dem Ablegen nochmal unter Maschine in die Warnow gefahren. Habe Heinz Gerd die dort liegende Aida Stella gezeigt, weil es immer wieder imponierend ist, wenn man vom Wasser aus ganz nah an die großen Pötte ranfahren kann. Habe gemerkt, dass sich bei mir eine leichte Inflation dieser monumentalen Eindrücke einstellt, weil ich es einfach ganz oft sehe. Will mir aber versuchen, die Faszination zu bewahren.

Dann raus auf die Ostesee und Segeln hoch. Gleich Vollzeug, weil es absolutes Traumsegelwetter war. Heinz Gerd hat es mitgebracht und auch wieder mitgenommen – aber dazu später……

Gegen 16. Uhr sind wir Kühlungborn angelaufen. Wir haben erst festgemacht, nachdem wir erst einmal noch am Dorf vorbei gesegelt sind, um Heinz Gerd einen Eindruck von See zu geben. Natürlich sind wir auch recht nah vor Heilgendamm entlang gefahren, um auch dieses Highlight zu bieten. Ich hatte Jan von der Viamar angesimmst, damit er schaut ob mein Lieblingsplatz (B04) zu reservieren, aber leider hat es das erst zu spät gesehen. Beim Segeln bergen hat Heinz Gerd das Schiff erst im Wind gehalten und danach die Welle so gut ausgesteuert, dass ich – elegant und in der mir eigenen elfenartigen Leichtigkeit über Deck schwebend die Fender ausbringen und die Leinen klarmachen konnte. Topleistung für den ersten Tag. Naturtalent.

Wir haben dann im Hafen leider keinen Leesteg gefunden und mußten dann bei B35 an einen Luvsteg. War nicht so angenehm zumal Heinz Gerd natürlich überhaupt keine Erfahrung hatte. Hat aber dann doch geklappt wenn auch mit etwas Mühe. Alleine häte ich den Kahn da niemals festbekommen…….

Dann haben wir uns erstmal ein Matjesbrötchen am Hafen genehmigt und haben das mit einem großen Rostocker runtergespült. Immer wieder lecker. Dann wieder aufs Schiff, um einen sofortigen Vergleich zwischen Rostocker Pils und Gaffelkölsch vorzunehmen. Nach Duschen dann auf die Promenade zum VielMeer, weil dort kubanische Livemusik geboten wurde. Da sind wir geblieben, obwohl wir eigentlich ins Brauhaus wollten. Stattdessen Heinz Gerd Gin Tonik und ich popliges Bier getrunken. Zwischendurch dann bei edel und scharf die göttliche Currywurst (ohne Darm, scharfe Sosse und die supergeilen Fritte) genossen. Nach der Live-Musik dann wieder auf Boot, noch einen Absacker und dann zu Koje.

 

 

Donnerstag 2.7.15

(Kühlungsborn – Kühlungborn; 20 sm unter Segeln; 4 bis 5 Bft zuerst aus O später Thermik und Drehr auf N; wolkenlos und wieder um die 30 Grad)

Nach dem Frühstück (ein Mettbrötchen und ein Lachsbrötchen von Junge) dann ablegen und vor Kühlungsborn gesegelt. Natürlich zuerst gegenan gekreuzt und später vor Wind zurück.

Ich hatte am Vortag schon den Tageslieger in B04 gebeten, die Box auf rot zu stellen und darüber hatte ich auch den Hafenmeister informiert. Also konnten wir dann dort festmachen. War komplett entspannt, denn das ist eben ein Leesteg. Außerdem kenne ich die Box – das macht ja auch was aus.

Dann natürlich wieder Matjesbrötchen und Bier als Anleger. Abends dann ins Brauhaus. Hatten aber kein Weizen mehr………… egal, war lecker und wieder sehr nett. Auf dem Nachhauseweg dann noch einen Absacker im VielMeer.

 

 

Freitag 3.7.15

(Kühlungsborn – Warnemünde; 15 sm, zwischen 3 und 5 Bft; morgens SO und dann später thermisch bedingt N; wieder keine Wolke und knallheiß)

Nach dem gleichen Frühstück wie gestern dann Richtung Osten aufgebrochen. Hoch am Wind parallel zur Küste mit 3 bis 4 sm Abstand nach Warnemünde. Auf halber Strecke – ca Höhe Fischfarm – drehte der Wind auf Nord und dann mit Halbwind nach Warnemünde. Der R-Steg war aufgrund der beginnenden Warnemünder Woche komplett für Regattaschiffe reserviert. Wir haben dann ganz am Ende an der Slipanlage festgemacht und dem Treiben an Land – Jollen wurden aufgeriggt, Motorboote, die bei den Regatten begleiten wurden geslippt, großer Kat wurde zum Regatta-Leitungs-Boot umgebaut – zugeschaut. War interessant, das alles zu beobachten.

Dann hat mich ein Segler fürchterlich angemacht, dass der R-Steg doch für große Schiffe sei und ich gefälligst in eine Box gehen solle. So richtig mit schlechter Seemannschaft um sich geworfen. Kurz gesagt, so ein richtiges A…… aber das schreibe ich hier nicht, zumal der Hafenmeister mit meiner Anlegeentscheidung garkein Problem hatte. Vielmehr mit dem A…… Zitat Hafenmeister: ja, ja, den kennen wir, ein Riesena…..Sein Schiff war übrigens gerade mal 30 cm länger als meins….. Leute gibt’s….

Habe dann gekocht und wir hatten einen kurzweiligen Abend an Bord.

 

 

Samstag 4.7.15

(Warnemünde – Barhöft; 42 sm unter Maschine; 3 Bft aus OSO; Wetter wie gehabt)

 

Sollte mal wieder ein emmotionales highlight werden…….

Nach dem Frühstück gegen 9.00 Uhr habe ich Heinz Gerd zum Auto gebracht und er ist wieder nachhause gefahren. Ich glaube, es hat ihm richtig gut gefallen.

Dann weitere Törnplanung. Die Alternative waren

a)      Abends raus um dann gegen Mittag in Barhöft zu sein

b)      Sonntag ganz früh, um es noch im Hellen zu machen

Dann kam der Wetterbericht mit hohem Gewitterrisiko am Sonntag, so dass ich kurzentschlossen um 12.00 Uhr abgelegt hatte. Schätzung war, dass ich in den frühen Morgenstunden in Barhöft sein könnte und dann dort die Gewitterfront abwarten könnte. Das war auch genau die richtige Entscheidung. Gegen 18.00 Uhr – 2 Std früher als erwartet – war ich an der Nordtonne Darss und habe dann auf Kurs Ost gewechselt. Die ganze Tour gegen den Wind, der aber schwach (3 Bft) war. Und Welle gabs auch nicht. Auch die Thermik hat an dem Tag nichts gebracht.

Um 10.45 war ich dann am Beginn der betonnten Rinne in den Bodden. Die ersten Tonnen waren noch gut zu sehen, aber es wurde mächtig schnell dunkel, Tonnen gut befeuert, aber wenn mans nicht kennt………… habe richtig ordentlich navigiert und jedes passierte Tonnenpaar in der Karte abgezeichnet. Nachdem es stockdunkel war habe ich mich ganz langsam von Tonne zu Tonne gehangelt. Leider habe ich wenig Nachterfahrung in engen Fahrrinnen. Hatte mächtig Mühe die nächste Tonne von der übernächsten zu unterscheiden. Ein echtes Problem, wenn die Rinne ein Kurve macht und neben der Rinne gerade mal 0,5 m Wasser sind.

An ein Einlaufen in den Hafen habe ich mich nicht rangetraut. Stattessen habe ich die Ankerredde 0,5 sm vor dem Hafen angesteuert. War kniffelig, habe es aber gut gefunden. Habe dann aufgestoppt und den Anker klargemacht und dann – einfach noch zuviel Fahrt im Schiff – habe ich mich festgefahren. Super. Stockdunkel, Boot fest auf Grund und den Anker in der Hand. Und nu????

Habe mich sehr über meine Gelassenheit gewundert. Hab den Anker und Wassergeschmissen, mir ein Kölsch genehmigt und mit Oli am Telefon die Lage erörtert. Hab dann entschieden, einfach  schlafen zu gehen. Wird schon gut gehen. Die erste vagen Lichteffekte weit im Westen habe ich nicht so ernst genommen…und morgen früh telefoniere ich mit dem Hafenmeister und lasse mich rausziehen.

Um 2.30 dann hochgeschreckt wegen heftiger Schiffsbewegungen. Sturm, Welle, Scheisse, der Kahn ist frei und treibt………….und dass im flachsten Flachwasser……..also raus….wo sind die Klamotten, wo ist die Brille, wo ist die Taschenlampe……..Chaos…….. dann eben ohne Klamotten und Brille. Plotter an und hoch; Maschine an, aber wohin. Riesenprobleme gehabt, mich zu orientieren. Auf 5 Schiffen Licht. 3 mit offensichtlich rutschendem Anker und eines mit flatternder Fock……Chaos und ich ganz nah an einer roten Tonne – ganz schon groß aus der Nähe – unter dahinter 100% flach. Also weg von der Tonne in eine Richtung, die vielleicht richtig war………und eine Bö nach der anderen – aber warm, also mir. Irgendwann habe ich dann den Plotter verstanden, hatte den Anker hoch und bin dann mit Maschine wieder in das Ankergebiet – zumindest ungefähr. Komischerweise hatte ich überhaupt keinen Schiss nur Probleme in den ersten wachen Minuten klar zu denken. Dann Anker geworfen und geschaut, ob der Anker hält. Hielt natürlich nicht. Also Anker hoch, wieder Maschine und wieder Anker geworfen. Der hielt dann. Hab dann auf dem Plotter festgestellt, dass ich schon wieder ganz am Rand vom tiefen Wasser war. Aber der Anker saß.

Hab dann 2 Stunden an Deck verbracht, um sicher zu sein und dann wurde es hell und der Wind ließ nach. Dann nochmal 2 Stunden geschlafen und dann gegen 11.00 Uhr in den Hafen Barhöft.

 

 

Sonntag 5.7.15

(Ruhetag in Barhöft)

Wie geplant, in Barhöft geblieben, um die (nächste) Gewitterfront abzuwarten. Ganz entspannter Tag. Viel geschlafen, Wäsche gemacht, lecker gekocht, Rotwein. Die Front kam dann. Aber sowas von heftig………..ich lag aber sehr gut und habe das Spektakel beobachten können. Und nachdem es wohl 30 Minuten gescheppert und gehagelt und gegossen hat, machte sich der Seenotkreuzer klar. Genau da, wo ich am Vorabend festgekommen bin, saß eine Yacht auf Grund. Nach einer knappen Stunde hatten die Profis den Kahn im Hafen. Auf die Idee bin ich garnicht gekommen, die Jungs anzufunken….. war vielleicht nicht so schlau!!

Im Nachhinein habe ich ziemlich viel Schwein gehabt, wenn ich auch während des Notfalls selbst nichts falsch gemacht habe, hätte ich das Wetter nicht unterschätzen dürfen und vor allem Klamotten anbehalten, Lampen bereitlegen, Plotter anlassen müssen usw. – wieder was gelernt…………

 

 

Montag 6.7.15

(Barhöft – Stralsund; 8 sm unter Maschine; sonnig mit losen Wolken; 6 Bft aus NO)

Gegen 7.30 Leinen los. Ziel Stahlbrode. Fast kein Wind im Hafen. Raus auf den Bodden und dann nach Süden Richtung Stralsund. Die 6 Bft waren in Böen leicht 8 Bft. An Segeln nicht zu denken und umkehren wollte ich nicht. Also durch die Sch…. durchkämpfen. Ständig Wellen über Deck und es war garicht mehr warm….immer wieder erstaunlich, was die alte Dame aushält. Kämpft sich langsam aber stetig durch die See.

Nach ca. 6 sm kam ich etwas unter Landschutz, so dass die Welle nachließ und die Nummer etwas trockener wurde. Dann entstand die Idee, in Stralsund festzumachen und lieber am nächsten Tag, Wetterbericht war gut,dann gleich ganz bis Usedom durchzuziehen. Also Abbruch und an der Nordmole mit Hilfe von 2 Jungs – bei dem Wetter habe ich alleine keine  Chance, die alte Dame festzubekommen – festgemacht. Dann zum Hafenmeister und in eine zugewiesene Box verlegt. Der Wind ließ dann langsam nach. Bin dann in die Stadt und habe erneut erkannt, dass Städte einfach nicht meins sind. Laut und voll. Ich mags einfach nicht. Aber die Gorch Fock I, die in Stralsund als Museumsschiff liegt (aber dafür war ich leider zu spät….) habe ich wenigstens fotografiert.

Habe dann ganz frischen geräucherten Heilbutt erstanden und habe mich auf mein Schiff zurückgezogen. War sehr lecker. Und dann kam doch noch was: Plötzlich fängt es 2 Boxen weiter an zu piepen. Tiefenalarm. Neben mir lag eine Charteryacht mit festem Skipper. Skipper nicht da, nur die verschreckte Crew. Keine Handynummer vom Hafenmeister. Und das Piepen hielt sich dran.

Es wurde dann die Polizei gerufen, aber die haben auch nichts machen können. Ich hab mich dann irgendwann hingehauen, denn unter Deck hab ich es nicht mehr gehört. Morgens war es aus.

 

 

Dienstag 7.7.15

Stralsund – Karlshagen; 34 sm; 9 Stunden davon 1,5 unter Maschine; heiß; 3 bis 4 Bft aus SW später thermisch 5 Bft aus N)

 

Morgens um 7.00 angelegt, weil die Ziegelbrücke bei Stralsund um 7.45 aufmacht. Eine Flotte von ca. 30 Seglern hatten die gleiche Idee. Nach passieren der Brücke habe ich mich dann zurückfallen lassen um Raum zum Segelsetzen zu haben. Bin ja alleine nicht manövrierfähig, wenn ich Segel setze und brauche deshalb Platz. Dann wurde es durch den Strealsersund und durch den Greifswalder Bodden ein wunderschöner Segeltag Richtung Osten. Zwischendurch war der Wind mal weg und weil ich ankommen wollte, dann mit Maschine aber unter Segel. Ab Ansteuerung Peenemünde gings dann wieder unter Segel in den Peenestrom, vorbei an Peenemünde nach Karlshagen. Da war ich um 16.00 Uhr fest. Ein toller Segeltag. Hier bleibe ich jetzt bis die angekündigte Strumfront durch ist.

Abends kamen dann Markus, Monika und Sam, die in Zinnowitz Urlaub machen. Wir haben gegrillt. Ich hatte noch Fleisch und Salat und Baguette haben die drei mitgebracht. Lustiger Abend.

Idee ist, Mittwoch und Donnerstag hier zu bleiben und Freitag nach der Front weiterzufahren.

 

 

Mittwoch 8.7.15

(Hafentag Karlshafen; Wind nimmt stetig zu, aber Wetter noch gut. 25 Grad, viel Sonne aber schon erste Wolken dabei)

 

Gemütlicher Tag. Fahrrad geliehen – Klapprad ist platt – und das kleine Dorf angesehen. Das gefällt mir viel besser als die ollen Städte……..

Markus war so nett und hat mich mit meinen leeren Kanistern (bisher 60 Ltr verbraucht) zur Tanke gefahren. Jetzt ist der Tank voll und ich hab noch 40 Ltr in Kanistern. Das reicht jetzt für 40 Stunden unter Maschine.

Abends mit Markus, Monika und Sam in Zinnowitz Essen gegangen. Außer Sam hatte alle Fisch.

Bin dann mit dem Taxi zurück, damit ich nicht gefahren werden muss. Ich wollte nicht, dass einer wieder nichts trinken darf, weil er mich fahren will. Monika ist dann nach dem Essen mit Sam nachhause gegangen und ich habe mit Markus noch einen getrunken. Also die Kneipe dann zumachen wollte, habe ich nach Taxi gefragt und es hieß, wir kommen, aber erst gegen 0.15. Aber wir haben noch eine offene Kneipe gefunden und konnten die zeit bestens überbrücken.

Die Nacht war recht windarm und ich habe sehr gut geschlafen.

 

 

Donnerstag 9.7.15

(Zweiter Hafentag Karlshagen; Wind aus West mit 7 bis 8 Bft; bewölkt, immer wieder Schauer; deutlich kälter)

 

Richtig Sturm. Boot sturmfest vertäut. Aber Probleme mit der Pier, die einen Betonvorsprung hat, der höher ist als mein Bootskörper. Und dann noch Welle im Hafen. Ganz schwierige Situation um Schaden zu vermeiden. Ständig sind die Relingsstützen in Gefahr vom Betonüberhang verbogen zu werden…………..

Aber der Hafenmeister hat mir gigantisch gut geholfen. Wir haben rechts und links ans Fenderbrett Kanthölzer geschraubt und damit das Fendebrett auf 16 cm verbeitert. Jetzt liegt der Kahn einigermaßen sicher. Nur total unbequem. Schaukelt und ruckt. Mal wieder ein Abend, an dem ich mich frage, warum ich das mache……………bin gespannt, ob an Schlaf zu denken ist. Leinen und Fenderkontrolle sollte schon stündlich sein. Aber eingedenk des letzten Samstags ist ja bewiesen, dass ich immer wieder Glück habe……J

Die Zeit nutze ich jetzt um das Logbuch zu aktualisieren.

 

Das ist mein Delfin. Schaut mal bei "Bilder"